Und immer wieder fräsen...
Echte Filigranarbeit
... und wieder schleifen.
Fertiges Lüftungsgitter
Sämtliche Fronten für Schränke und Schubladen - frisch gewachst und zum Trocknen aufgehängt.
Kompressionsverschlüsse von Southco
Hängeschrank fertig zum Einbau
Die fertige Küchenzeile

Innenausbau – Teil 4: Möbelbau

Während der Einbau der Standheizung und der Bau der Heizungsanlage im Innenraum sich in zwei konzertierten Aktionen bewältigen ließen, stellt der Bau der kompletten Inneneinrichtung dann doch ein größeres Unterfangen dar. Nachdem ich unserem Freund Peter das Möbelkonzept erläutert habe, plant er den Materialbedarf und bestellt entsprechend die Platten beim Holzhändler. Am Montag, den 8. Oktober werden die 2×5 Meter großen 3-Schicht Fichtenplatten morgens um 8 Uhr in Etterzhausen angeliefert und dort auch gleich in halbwegs transportable Stücke zerlegt.

Nach dem Zerlegen schaffen wir die Platten nach Schönhofen in Peters Werkstatt und stellen fest, dass wir wohl viel zu viel Holz bestellt haben. Der Grund: Peter hat bis jetzt mit „normalen“ Möbeln kalkuliert, also mit vollständigen Korpussen, die dann in z.B. eine Küche eingebaut werden. Ich will aber, dass wir weitestgehend auf Rückwände, Seitenwände etc. verzichten, sowohl aus Gewichts- als auch aus Platzgründen. Peters Kommentar: „Aha… viel zu viel Holz… viel zu viel!“ Da haben wir uns wohl im Vorfeld missverstanden.

Aber egal, lieber zu viel als zu wenig Holz in der Werkstatt… und irgendwer wird den Rest schon mal brauchen können. Nachdem das geklärt ist, geht’s dann richtig los: Oskar steht vor der Werkstatt und wird millimetergenau vermessen und dann werden die ersten Bauteile für den Schrank neben dem Bett auf der Kreissäge zugeschnitten. Nachdem das erledigt ist, kann auch ich als Schreiner-Lehrling aktiv werden und alle weiteren vorbereitenden Arbeiten erledigen: Löcher für die Holzverbinder fräsen, Flächen schleifen, Kanten brechen und alles für’s Verleimen vorbereiten. Zwischendurch hilft auch noch Dieter, Peters Werkstattkollege, mit, weil Qualitätsarbeit eben doch länger dauert als ich dachte.

Und so vergehen die nächsten Tage und Wochen damit, alle Möbel nach und nach vorzubereiten, einzupassen und dann endgültig zu verleimen.

Doch damit nicht genug: Fichte natur hat leider die Eigenschaft, innerhalb kürzester Zeit immer dunkler zu werden und dabei einen unangenehmen Gelbstich anzunehmen, was dann optisch sehr an Kinderzimmer oder Partykeller aus den 70ern erinnert. Daher stand von vorne herein fest, das Holz muss irgendwie behandelt werden. Wir haben uns auf Peters Anraten für OSMO Deko-Wachs weiß transparent entschieden und alle Möbelteile damit 2-fach eingelassen. Dadurch entsteht ein sehr heller Holzton, der die Maserung des Holzes schön zur Geltung bringt. Gleichzeitig ist durch das Wachs gewährleistet, dass das Holz weiterhin atmen kann und nicht komplett versiegelt ist wie bei einem Lack.

Und dann können die Möbel endlich endgültig eingebaut werden…

Zum Schluss sei noch ein besonderes Highlight erwähnt, für das wir Peter ganz besonders dankbar sind: das Einbau-Kastl für unseren Gas-Backofen. Allein die Konstruktion für die Belüftung unter und über dem Ofen ist schon eine Erwähnung wert, aber die Liebe zum Detail, mit der er dann diese Lüftungsschlitze verkleidet hat, ist einfach wunderschön. Vielen Dank dafür!

Bis dann am Ende alles fertig war, ist doch einiges mehr an Zeit vergangen, als zunächst angenommen. Mit meiner Planung von ca. 2 Wochen für den Möbelbau lag ich wirklich komplett daneben. Vielleicht hätte das geklappt, wenn man irgendwelche Sperrholzplatten mit Winkeln an die Wände schraubt. Aber Qualität braucht eben Zeit. Dafür wurden wir mit wunderschönen, individuellen und vor allem stabilen Vollholzmöbeln belohnt, die mit Sicherheit ein WoMo-Leben lang halten.

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