Unterwegs nach Österreich

Auf nach Schladming!

Nach der erfolgreichen Überführung unseres Oskar vom Odenwald nach Regensburg am 24. Februar brechen wir eine Woche später früh morgens auf nach Österreich. Ziel ist Schladming, wo die Firma Krug XP inzwischen eine Montagehalle besitzt. Bis kurz vor Abschluss des Vertrags mit Krug stand noch im Raum, den LKW in die Ukraine fahren zu müssen, weil dort die Kabine produziert wird. Über 2000km einfache Strecke in die Zentral-Ukraine  – das wäre dann doch für einen kleinen Ausflug etwas weit gewesen, so sind wir jetzt froh, nur bis Schladming zu fahren.

Die letzten Tage, seit wir Oskar holten, waren bitterkalt und so sträubt sich unser Dicker zunächst ein wenig, bis er beim dritten oder vierten Versuch dann doch nachgibt und unter lautem Protest eine dicke schwarze Wolke ausspuckt. Nachdem das überstanden ist, tuckert er aber gemütlich vor sich hin und wartet auf die Abfahrt. Noch schnell zur Tanke, 150 Liter Diesel nachfüllen und los geht’s.

Eigentlich wollte ich von Alteglofsheim, wo Oskar für die Zeit des Ausbaus steht, ein Stück zurück Richtung Regensburg und dann über die B8 und die B20 bis nach Salzburg. Anja soll im Toyota voraus fahren und die Rolle des Scouts übernehmen. Allerdings übersetzt ihr Navi die Anweisung „Autobahnen meiden“ offensichtlich mit „Absolut kürzeste Strecke wählen, egal wie schlecht oder schmal die Straße ist!“ und so tuckern wir an einem sonnigen Morgen durch die niederbayerische Provinz, durch verschlafene Dörfer und über kurvige Nebenstraßen, immer grob der Luftlinie Alteglofsheim – Salzburg folgend.

Spätestens in Dingolfing wird uns klar, dass wir so nicht schnell genug voran kommen. Wir schalten das blöde Navi aus und halten uns in östlicher Richtung, bis wir kurz vor Eggenfelden dann endlich auf die B20 stoßen. Zähflüssiger Verkehr Richtung Österreich – sehr schön. Die verbleibenden knapp 100 km bis Salzburg sind dann schnell gefahren, jetzt, wo wir uns wieder auf staatlichen Bundesstraßen fortbewegen.

Von Salzburg bis Schladming sind es eigentlich nur noch 90 Kilometer, die führen aber durch zahlreiche kleine Dörfer und über immer enger werdende Straßen entlang der Salzach bis kurz vor Bischofshofen. Dort verlassen wir die B159 und biegen auf die B99 ab, für das letzte Stück der Strecke. Unser ständiger Begleiter seit Salzburg ist unser schlechtes Gewissen, weil wir auf den mautfreien Bundesstraßen mit Oskar eigentlich gar nicht fahren dürften. Die sind nämlich für LKW über 7,5t im Durchgangsverkehr gesperrt. Eigentlich müssten wir auf die Autobahn, aber dafür bräuchten wir die GoBox, die haben wir aber nicht. Also Augen zu und durch, wird uns schon keiner aufhalten und wenn doch, stellen wir uns dumm. Super Strategie.

Aber wir haben Glück und erreichen nach fast sechs Stunden Fahrt unbehelligt unser Ziel in Schladming, wo wir unseren Oskar vertrauensvoll in die Hände der Firma Krug XP übergeben. 6 Wochen soll es dauern, bis der Zwischenrahmen gebaut ist und die Kabine samt Heckträger auf dem Fahrgestell montiert ist. Dass daraus am Ende über 4 Monate werden, können wir zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen.

Vielleicht auch besser so….

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